eGovCD und CSA gemeinsam auf der Privacy Conference der Bitkom am 27. September 2018 in Berlin

Gemeinsam mit der Cloud Security Alliance wird eGovCD auf der Privacy Conference der Bitkom präsent sein. Ab August 2018 operiert eGovCD offiziell als European Headquarter der Cloud Security Alliance (CSA). Die CSA ist die weltweit führende Organisation für die Standardsetzung sicherer IT-Umgebungen. Dabei nutzt die CSA die Fachkompetenz von Branchenexperten, Verbänden, Regierungen sowie von Firmen- und Einzelmitgliedern, um sicherheitsrelevante Leistungen, Produkte und Zertifizierungen anzubieten.

Weitere Informationen:

Bitkom Privacy Conference: https://www.privacy-conference.com

CSA: https://cloudsecurityalliance.org

Start des GIZ-Projektes: Improving Public Services in Egypt

Ägypten steht seit 2011 vor massiven Herausforderungen seine Verwaltung zu transformieren. Unterbezahlung, Überbeschäftigung, mangelnde bzw. de facto nicht vorhandene Kundenorientierung sowie hohe Korruption sind nur einige Merkmale woran die ägyptische Verwaltung leidet. Dies alles führt nicht nur zu Unzufriedenheit in der Bevölkerung, sondern hemmt auch im erheblichen Maße die Entwicklung eines Landes insgesamt. Daher ist die Entwicklung des öffentlichen Sektors in Städten, aber vor allem auch in halbstädtischen (semiurbanen) und ländlichen Gebieten von zentraler Bedeutung, um eine nachhaltige soziale und auch wirtschaftliche Entwicklung und Stabilität zu schaffen. Kurz: Verbesserte Bürgerdienste mit verbessertem Zugang und besserer Verständlichkeit als konkreter Baustein guter Regierungsführung, Demokratisierung und mehr Transparenz.

Die GIZ hat mit dem Projekt „Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen in Ägypten“ auf die oben genannten Herausforderungen reagiert. 2016 begann die erste Projektphase in enger Zusammenarbeit mit dem SHI Stein-Hardenberg Institut, Fraunhofer Fokus und dem einheimischen Beratungshaus LOGIC Company. In dieser ersten Projektphase wurde bereits die Grundlage für eine systematische Entwicklung verbesserter (moderner) Bürgerdienste mit und ohne IT-Unterstützung in Ägypten gelegt. Dazu wurde ein spezifischer Leistungskatalog für Ägypten nach der eigens in Deutschland entwickelten 5-Step-Method erstellt. Dieser Leistungskatalog beschreibt öffentliche Dienstleistungen (bspw. Prozessschritte, Gebühren, Anforderungen, etc.) und bündelt sie in Lebenslagen. Somit ermöglicht der Leistungskatalog den Bürgern und der öffentlichen Verwaltung einen grundlegenden Informationszugang und eine bürgerzentrierte Serviceverwaltung.

In dem Anschlussprojekt wird eine systemunterstützte Digitalisierung des Leistungskatalogs vorangetrieben. Zudem sollen verschiedene Zugangsoptionen (bspw. Webseite, Mobile Applikationen, Mobile Agenten, etc.) evaluiert und ausgewählt werden, um die Implementierung neuer Zugangswege mit der damit verbundenen Reichweite zu befördern.

Ausgehend von den Erkenntnissen des vorangegangenen Projektes – der Leistungskatalog systematisiert bereits die wichtigsten 500 Dienstleistungen in Ägypten – wurden bereits wichtige Geschäftsprozesse identifiziert, um eine nutzenorientierte Modernisierung der existierenden Bürgerservices zu ermöglichen. Dieser Beitrag soll zusätzlich mit einem verbesserten Beschwerdemanagement unterstützt werden. Ziel ist es Bürgeranliegen zukünftig verstärkt in die kontinuierliche Modernisierung der Bürgerservices einfließen zu lassen.

Der Projektansatz sieht vor die Innovationen der ersten zwei Leistungspakete pilothaft auf lokaler Ebene einzuführen. Dadurch soll die subnationale Verwaltungsstruktur (Gouvernorate und deren Distrikte) gestärkt und zugleich verbesserte Bürgerbüros aufgebaut bzw. weiterentwickelt werden. Basierend auf den Erfahrungen in den Pilotgebieten wird eine übertragbare Gesamtarchitektur entwickelt. Das Projekt erfordert ein breites und multidisziplinäres Team mit weitreichender Expertise. Um diesem Erfordernis gerecht zu werden, arbeitet die eGovCD mit dem SHI Stein-Hardenberg Institut und der ]init[ AG für Digitale Kommunikation zusammen.

Kooperation von Fraunhofer FOKUS und eGovCD gewinnt das TandemCamp III

Die FOKUS-Entwickler der EAGLE-Plattform wurden gemeinsam mit dem Startup eGovCD im TandemCamp III mit dem Kooperations-Budget in Höhe von 10.000 Euro prämiert. EAGLE bietet eine umfassende digitale Plattform für den Erfahrungs- und Wissensaustausch speziell für öffentliche Verwaltungen und Kommunen im ländlichen Raum.

Im Zentrum der Kooperation mit eGovCD steht der weitere Ausbau des EAGLE-Prototypen und seine Vorbereitung für den Einsatz in der Kreisverwaltung Bergstraße in Hessen.

Nach ersten Testläufen hält die Kreisverwaltung Bergstraße EAGLE für das geeignete Werkzeug, die Digitalisierungsprozesse in der Verwaltung zu unterstützen: Es gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, Erfahrungen und Best Practices einfach und unbürokratisch zu erfassen und auszutauschen. EAGLE soll dazu beitragen, den Rollout der elektronischen Aktenführung (e-Akte) zu beschleunigen und den Erfahrungsaustausch zwischen den Abteilungen für die Mitarbeiter zu vereinfachen. Gert Lefèvre, zuständig für den Bereich e-Government und Modernisierung der Verwaltung, erläutert: »Für den Change-Prozess, der vor uns liegt, halten wir EAGLE für eine sehr geeignete Form, das gewonnene Wissen und die Erfahrungen unserer Mitarbeiter festzuhalten und systematisch wieder für andere bereitzustellen.«

TandemCamp ist ein Format des BMBF-Förderprogramms TechBridge, das speziell für Fraunhofer-Startup-Kooperationen entwickelt wurde. Hierbei bekommen Tandems aus Fraunhofer Mitarbeitenden und externen Gründern sowohl fachliche als auch finanzielle Unterstützung für die ersten Schritte ihrer Kooperation. Der Förderumfang beinhaltet ein individuelles Tandem-Coaching, einen Planungsworkshop zur besseren Organisation der Kooperation, ein Pitch-Training zur gezielten Kooperationsbewerbung und Finanzierungssuche, ein Projektbudget für die ersten Kooperationsschritte und eine prominente Vermarktung innerhalb der Gesamtorganisation.

siehe auch: https://www.fokus.fraunhofer.de/de/fokus/news/eagle_2018-01

eGovCD übernimmt mit Fraunhofer FOKUS die Evaluierung der Roadmap im Kreis Bergstraße

Der Kreis Bergstraße hat im Jahr 2015 eine auf fünf Jahre ausgelegte Strategie und Roadmap für die Umsetzung von eGovernment-Anwendungsszenarien beschlossen. Zur Halbzeit sollen nunmehr der Umsetzungsstand untersucht, die weitere Umsetzung geplant und ggf. Anpassungen im Vorgehen vorgenommen werden. Dazu wird in einem Fokusgruppenworkshop vorrangig die Sicht der Fachebene, die bereits in eGovernment-Projekte involviert waren, erhoben und berücksichtigt. In einem darauffolgenden Strategieworkshop wird vorrangig die Sicht der Leitungsebene eingeholt. Ziel ist es, sich über die weitere Ausrichtung und Zielsetzung der eGovernment-Strategie im Kreis Bergstraße zu verständigen, die eGovernment-Roadmap fortzuschreiben und wo nötig neu zu justieren (Schwerpunktsetzung und Priorisierung) sowie Meilensteine in der eGovernment-Roadmap, insbesondere beim Rollout des DMS festzulegen. eGovCD arbeitet in diesem Projekt eng mit Fraunhofer FOKUS zusammen, die die Roadmap für den Kreis Bergstraße im Jahr 2015 entwickelt hat.

Start des 3-jährigen H2020-Projektes SMILE „Smart Mobility at the European Land Borders“

SMILE entwickelt ein neuartiges Konzept, für die Gestaltung, Implementierung und Evaluierung einer prototypischen Datenaustausch-Infrastruktur und -Architektur für die genaue Verifikation, automatisierte Steuerung, Überwachung und Optimierung der Personenströme an Grenzübergängen. Das SMILE-Ökosystem zielt auf EU-Landesgrenzen ab, so dass eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure eingebunden ist. SMILE soll die Länder der EU dabei unterstützen, den Aufwand von Grenzkontrollstellen auf Sicherheitsrisiken und Bedrohungen zu minimieren und durch grenzüberschreitenden Datenaustausch dabei helfen, erfolgreich auf Sicherheitsvorfälle zu reagieren bzw. präventiv handeln zu können.

Aufgabe der eGovCD ist es vor allem, die bestehenden Datenaustauschverfahren europaweit zu erheben, zu analysieren und einen grenzüberschreitenden Standard für den Datenaustausch zu entwickeln und zu etablieren. Zudem unterstützt die eGovCD dabei, eine Architektur für den strukturierten grenzüberschreitenden Datenaustausch zu technisch wie inhaltlich zu konzeptionieren. Dabei stehen insbesondere Fragen der Interoperabilität verschiedener Verfahren im Vordergrund, die entsprechend berücksichtigt werden.

Methodisch wird folgendermaßen vorgegangen (Auszug):

  • Identifizierung von State-of-the-Art-Technologien und bestehenden Datenaustauchverfahren und -formaten, die für die Ziele des Projektes relevant sind
  • Definition von Endbenutzeranforderungen auf der Grundlage von echten Benutzer-Feedbacks, die vor allem Aspekte der Funktionalität, Usability, Zuverlässigkeit und Umsetzbarkeit der Lösung berücksichtigen
  • Detaillierte Analyse der sozialen, ethischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Technologien und der Dateninfrastruktur mit dem Ziel, eine Liste von Empfehlungen und Anforderungen bereitzustellen, die eingehalten werden sollten, um eine umfassendere Akzeptanz der Lösung zu erreichen
  • Konzeption der Gesamtsystemarchitektur und Festlegung konkreter Verfahren, Standards und Regelungen für die Durchführung der Prüfung, die Installation und die Integration der beteiligten Geräte, die Entwicklung der notwendigen Software zum Sammeln und Aufzeichnen der Daten und Pilotprüfung sowie Abstimmung des gesamten Testaufbaus

 

Weitere Informationen zum Projekt:

Website: http://smile-h2020.eu/smile/

Twitter: https://twitter.com/smile_h2020

LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/smile-smart-mobility-at-the-european-land-borders